Brandschutz im Advent

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Rauchmelder

Brandschutztipps

 

 

 

In diesem Bereich informieren wir über verschiedene Gefahren im Haushalt und über Möglichkeiten das Risiko von Bränden zu verringern. Ebenfalls finden Sie Informationen über Rauchmelder "kleine Lebensretter" die in keinem Haushalt fehlen sollten.

 

Vorbeugender Brandschutz geht uns alle an

 

Wir sind nicht „heiß“ darauf, bei Ihnen einen Hausbesuch zu machen

 

 

Brände sind für die überwiegende Zahl der Bürger – glücklicherweise – seltene Ereignisse. Dies bedeutet aber auch, dass die Gefahren eines Brandes wenig bekannt sind und nur eine geringe Bereitschaft besteht, Bränden vorzubeugen und sich vorab mit dem richtigen Verhalten bei Bränden auseinander zu setzen. Etwa 800 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch ein Feuer in den eigenen vier Wänden. Eine vergessene Kerze, Rauchen im Bett, Kurzschluss oder ein defektes Elektrogerät sind die häufigsten Ursachen. Selten kommen die Opfer dabei durch Verbrennungen ums Leben, sondern zu 80 % durch eine Rauchvergiftung.

 

Die folgenden Tipps sollen dies bei uns verhindern.

 

 

Lassen Sie Streichhölzer und Feuerzeuge nicht offen herumliegen, wenn Kinder im Haus sind.Üben Sie mit Ihren Kindern den richtigen Umgang mit Feuer, z. B. wie man mit einem Streichholz oder einem Feuerzeug gefahrlos Kerzen anzündet.
Erklären Sie Ihrem Kind, welche Gefahr von Feuer ausgehen kann.

Rauchen Sie nicht im Bett.

Benutzen Sie stets einen Aschenbecher.
Asche und Kippen gehören nicht in den Papierkorb. Glutreste können noch nach Stunden einen Brand auslösen.

Lassen  Sie eingeschaltete Gas- und Elektroherde oder Fonduegeräte und Friteusen nie unbeaufsichtigt. Überhitzte Fette oder Speiseöle können sich schon ab 200° entzünden. Stellen Sie Elektrogeräte wie z. B. Toaster und Eierkocher auf eine nicht brennbare Unterlage.

Die Filter von Dunstabzughauben sättigen sich im Laufe der Zeit mit Fett. Wechseln Sie daher den Filter rechtzeitig aus. Reinigen Sie wiederverwendbare Filter nie mit brennbaren Flüssigkeiten.
Flambieren Sie nie unter der Dunstabzugshaube. 

Sichern Sie Steckdosen mit Kindersicherungen ab, wenn Kinder im Haus sind.
Kaufen Sie nur elektrische Geräte mit den Zeichen GS und VDE.
Stellen Sie Wärme erzeugende Geräte wie Bügeleisen oder Tauchsieder niemals auf eine brennbare Unterlage.
Betreiben Sie Heizgeräte und Lampen nie in der Nähe brennbarer Gegenstände.
Eingebaute Fernsehgeräte sollten mindestens zehn Zentimeter Luft haben.
Wenn Sie Geräte länger nicht nutzen, lassen Sie diese nicht auf Stand Bye stehen sondern schalten Sie diese komplett ab (das spart auch Strom).
Lassen Sie eingeschaltete elektrische Geräte generell nie unbeaufsichtigt und betreiben Sie keine defekten Geräte.
Elektroarbeiten können „brandgefährlich“ sein, lassen Sie diese Arbeiten deshalb vom Fachmann ausführen.
Öfen gehören nicht direkt auf Holzfußböden,  sondern auf eine nicht brennbare Unterlage.
Hängen Sie keine Wäsche zum Trocknen neben oder über den Ofen. Lagern Sie keine brennbaren Gegenstände direkt neben dem Ofen oder Kamin.
Heiße Asche gehört nicht in den Mülleimer, sondern in einen nicht brennbaren Behälter.
Abgas- und Ofenrohre müssen genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen haben. 

Achten Sie beim Grillen auf einen festen Stand des Grills.
Halten Sie Abstand zu brennbaren Gegenständen.
Verwenden Sie zum Anzünden keinen Brandbeschleuniger wie z. B. Benzin oder Spiritus.
Grillen Sie nie in einem geschlossenen Raum ohne Zu- und Abluftmöglichkeiten. Sauerstoffentzug und Kohlenmonoxidbildung bedeuten Erstickungs- und Vergiftungsgefahr.
Entsorgen Sie Grillkohle erst, wenn sie vollkommen erkaltet ist. Füllen Sie diese zur Sicherheit in einen nicht brennbaren Behälter. 

Und bedenken Sie zur Advents- und Weihnachtszeit:

Wir alle mögen es, wenn die Kerzen am Adventskranz oder am Christbaum brennen. Aber bedenken Sie, dass trockene Adventsgestecke oder Christbäume schlagartig, ja fast explosionsartig abbrennen und dann natürlich auch ihre Umgebung in Brand setzen.

Die Gefahr solcher unerwünschter „Nebenwirkungen“ kann man mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen begrenzen.

Stellen Sie Kerzen und Adventsgestecke immer auf eine feste, nicht brennbare Unterlage.
Lassen Sie Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen.
Achten Sie auf genügend Abstand zu den Zweigen, wenn Sie am Weihnachtsbaum echte Kerzen verwenden.
Brennen Sie Wunderkerzen nie in direkter  Nähe zum Weihnachtsbaum ab. 

Beugen Sie vor.

Halten Sie ein entsprechendes Löschmittel, z. B. Wasser oder eine Löschdecke griffbereit. (Eine Löschdecke die bei Bedarf erst im Schrank gesucht werden muss, hilft nicht weiter).
Lassen Sie Ihren Feuerlöscher regelmäßig prüfen und machen Sie sich mit der Funktionsweise des Löschers vertraut.
Halten Sie Flucht- und Rettungswege frei.
Denken Sie beim Ausbau von Dachgeschossen an den z w e i t e n  Rettungsweg. 

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, wie wichtig und sinnvoll
Rauchmelder
auch für den Privathaushalt sind. 

Eine entscheidende Bedingung für rasche und wirksame Gegenmaßnahmen und die Flucht von Personen bei Bränden ist es, einen Brand rechtzeitig, bevor ein Raum oder gar die ganze Wohnung völlig verraucht ist, zu bemerken. Bei einem Brand entsteht gefährlicher Rauch, der sich lautlos und noch vor dem Feuer in der Wohnung ausbreitet. Er enthält unter anderem giftiges Kohlenmonoxid, das zu verminderter Sauerstoffaufnahme, Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod führt. Besonders nachts, wenn alle schlafen, besteht größte Gefahr. Ein Rauchmelder warnt hier rechtzeitig, der laute Heulton  weckt die Bewohner. Sie gewinnen dadurch wertvolle Sekunden, um sich und Ihre Familie zu retten. 

Und wenn es doch zum Brand gekommen ist:

 

Bewahren Sie Ruhe.

Alarmieren Sie die Feuerwehr unter 112.

Unternehmen Sie Löschversuche, wenn dies noch sinnvoll erscheint, ansonsten schließen Sie Fenster und Türen und verlassen das Haus.

Achtung: Versuchen Sie nie einen Fettbrand mit Wasser zu löschen.

Bedenken Sie, dass Brandrauch hoch giftig ist.

  

Und wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an

Ihre Freiwillige Feuerwehr Weihenzell

 

Hermann Reinke